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Sonntag, 1. November / 11 Uhr

NGW – Wissenschaft um 11

Der Kolkrabe: Totenvogel, Götterbote, tierisches Genie?
Beitrag eines Biologen zu Allerheiligen. Prof. Dr. Heinrich Haller, ehemaliger Direktor des Schweizerischen Nationalparks, Zernez. Der Kolkrabe, der grösste Singvogel mit einer Vorliebe für Aas, ist seit je in einer engen Beziehung zum Menschen gestanden. Die Vorstellungen, die wir über den Raben entwickelt haben, sind vielfältig. Nach der Bestandserholung seit 1950, dominiert heute das Bild eines anpassungsfähigen Konsumenten vielseitiger aber reichhaltiger Nahrung mit hoch entwickeltem Gehirn und komplexem Sozialverhalten. Der Kolkrabe gehört zu den geistig regsamsten Tierarten. Es zeigen sich Ähnlichkeiten zum Menschen und anderen Lebewesen mit besonderen kognitiven Fähigkeiten. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Leben der grossen schwarzen Vögel und das Verhältnis zwischen Menschen und Raben. Angesprochen wird auch die Entwicklung von Intelligenz, die für die Existenz beider Arten gleichermassen wichtig ist. Der Kolkrabe zeigt beispielhaft, dass höhere kognitive Fähigkeiten weniger als Mysterium, sondern vielmehr als Ergebnis von Lebensumständen zu betrachten sind. Musik junger Künstlerinnen und Künstler des Musikkonservatoriums Winterthur und ein Gespräch mit dem Forscher sind Teil der Veranstaltung. Für die Veranstaltung gilt eine Maskenpflicht.

Unkostenbeitrag: Erwachsene Fr. 10.‒ / SchülerInnen Fr. 5.‒

www.ngw.ch